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Newsletter vom 15.04.2026 Logo Reha-Recht.de ist ein Angebot der DVfR


Liebe Leserinnen und Leser,

im Namen des Vorstands der DVfR und aller Mitarbeitenden der Geschäftsstelle wünschen wir Ihnen schöne Festtage und einen entspannten Übergang in ein glückliches neues Jahr!

Ihr Team von Reha-Recht.de


Alle aktuellen Fachbeiträge, Nachrichten sowie weitere Informationen finden Sie im
Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht.


Fachbeitraege

A: Sozialrecht


Weber: Beitrag A13-2025, 14.11.2025
Die Hörgeräteversorgung und die Urteile des BSG vom 12. Juni 2025

Die Hörgeräteversorgung ist ein besonders umstrittener Bereich des Hilfsmittelrechts und erforderte schon mehrfach Entscheidungen des Bundessozialgerichts. Im Juni 2025 entwickelte der dritte Senat des Gerichts in drei Urteilen die bisherige Rechtslage weiter. In diesem Beitrag widmet sich der Autor Robert Weber den Herausforderungen bei der Umsetzung des nunmehr geltenden Hörgeräterechts. Dabei geht er insbesondere auf die Rolle der am Versorgungsprozess beteiligten Akteure ein (Versicherte, Krankenkassen, Hörakustiker, Medizinischer Dienst und die Sozialgerichte) und zeigt auf, nach welchen Maßgaben das im Einzelfall erforderliche Hörgerät festzustellen ist und welche praktischen Probleme hierbei auftreten können.


Kondel: Beitrag A14-2025, 17.11.2025
Die teilhaberechtliche Revolution in der Hörgeräteversorgung – Anmerkung zum Urteil des BSG vom 12. Juni 2025 – B 3 KR 13/23 R –

Die Versorgung mit Hörgeräten ist ein besonders umstrittener Bereich des Hilfsmittelrechts in der gesetzlichen Krankenversicherung. Zuletzt wurde insbesondere darum gestritten, ab welchem Hörgewinn ein wesentlicher Gebrauchsvorteil eines Hörgeräts vorliegt und damit ein Anspruch nach § 33 SGB V besteht. Das Bundessozialgericht hat darüber am 12. Juni 2025 in drei Fällen entschieden und das Hörgeräterecht damit weiterentwickelt. In diesem Beitrag stellt Jörg Kondel eines dieser Urteile vor, stellt den Kontext der Entscheidung dar und hinterlässt seine Einschätzung.


Hlava: Beitrag A15-2025, 21.11.2025
Angemessene Vorkehrungen im Arbeitsleben für Eltern eines Kindes mit Behinderung – Anmerkung zu EuGH vom 11. September 2025 – Rs. C-38/24 – Bervidi

Prof. Dr. Daniel Hlava bespricht in diesem Fachbeitrag das Urteil des EUGH vom 11.09.2025 (Az. C-38/24). Der EUGH hat sich darin mit einer Vorlage beschäftigt, die Fragen von Unionsrecht und UN-Behindertenrechtskonvention zum Gegenstand hatte. Der EUGH kommt zum Schluss, dass das Verbot der mittelbaren Diskriminierung wegen einer Behinderung auch für einen Arbeitnehmer gilt, der nicht selbst behindert ist, sondern wegen der Unterstützung seines behinderten Kindes diskriminiert wird und erlegt dem Arbeitgeber auf, angemessene Vorkehrungen für den Beschäftigten zu treffen, der, ohne selbst behindert zu sein, seinem behinderten Kind Unterstützung zukommen lässt (EuGH, Urteil vom 11.09.2025 - C-38/24).


Wiesehütter: Beitrag A16-2025, 03.12.2025
Anspruch von Versicherten auf Übernahme von Fahrkosten bei Stufenweiser Wiedereingliederung – Anmerkung zu BSG, Urteil vom 16. Mai 2024 – B 1 KR 4/23 R – Teil I

Die Autorin Lisa Wiesehütter befasst sich in diesem Beitrag mit dem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) aus dem vergangenen Jahr, 16. Mai 2024 – B 1 KR 4/23 R. Sie bespricht die mögliche Einordnung der (isolierten) Stufenweisen Wiedereingliederung als medizinische Rehabilitationsleistung und die Zuständigkeit der Rehabilitationsträger bei anfallenden Fahrtkosten zur Durchführung der Stufenweisen Wiedereingliederung. Die Autorin setzt sich kritisch mit dem Urteil des BSG auseinander und betont die Bedeutsamkeit dieser  Entscheidung. Im ersten Teil des Beitrags setzt Wiesehütter den Fokus auf das Recht der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).


Wiesehütter: Beitrag A17-2025, 10.12.2025
Anspruch von Versicherten auf Übernahme von Fahrkosten bei Stufenweiser Wiedereingliederung – Anmerkung zu BSG, Urteil vom 16. Mai 2024 – B 1 KR 4/23 R – Teil II

Die Autorin Lisa Wiesehütter befasst sich in diesem Beitrag mit dem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) aus dem vergangenen Jahr, 16. Mai 2024 – B 1 KR 4/23 R. Sie bespricht die mögliche Einordnung der (isolierten) Stufenweisen Wiedereingliederung als medizinische Rehabilitationsleistung und die Zuständigkeit der Rehabilitationsträger bei anfallenden Fahrtkosten zur Durchführung der Stufenweisen Wiedereingliederung. Die Autorin setzt sich kritisch mit dem Urteil des BSG auseinander und betont die Bedeutsamkeit dieser  Entscheidung. Nach dem ersten Teil folgt nun im zweiten Teil die Auseinandersetzung mit dem Recht der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) sowie einem Fazit aus beiden Teilen der Anmerkung.


B: Arbeitsrecht


Busch: Beitrag B3-2025, 07.11.2025
Mit der Vielfalt des Jobcoachings zum inklusiveren Arbeitsmarkt

Prof. Dr. Dörte Busch (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin) befasst sich in diesem Beitrag mit dem Jobcoaching als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, das seit dem 1. Januar 2024 ausdrücklich in § 49 Abs. 8 S. 1 Nr. 2a SGB IX enthalten ist. Nach einer Einführung und der Vorstellung des Begriffs des Jobcoachings widmet sich die Autorin dem möglichen Inklusionspotenzial dieser Teilhabeleistung. Sie zeigt es in seiner Vielseitigkeit insbesondere für die Teilhabe von jungen Menschen mit Behinderungen an Ausbildung und Arbeitsleben auf.


Husmann: Beitrag B4-2025, 01.12.2025
Öffentlichkeitsgebot bei SBV-Wahlen – Anmerkung zum Beschluss des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen vom 27. März 2024 –2 TaBV 44/23

Das LAG Niedersachsen bestätigte die Unwirksamkeit der Wahl einer Schwerbehindertenvertretung und folgte damit der Entscheidung der Vorinstanz. Demnach sind die Freiumschläge gemäß § 12 Abs 1 Satz 1 SchwbVWO in einer betriebsöffentlichen Sitzung zu öffnen. Außerdem hat der Wahlvorstand einer SBV-Wahl, die im förmlichen Verfahren stattfindet, rechtzeitig bekannt zu geben, wann und wo die in § 12 Abs 1 SchwbVWO vorgeschriebene Behandlung der schriftlich abgegebenen Stimmen stattfinden wird. Nach Ansicht der Autorin sollte bei der betriebsöffentlichen Sitzung die Teilnahme der Wahlberechtigten und der Kandidatinnen und Kandidaten an der Überprüfung möglich sein.


Kohte: Beitrag B5-2025, 04.12.2025
Entschädigung nach § 15 Abs. 2 AGG bei Verletzung behinderungsrechtlicher Pflichten – Anmerkung zu BAG 26. Juni 2025 – 8 AZR 276/24

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) bestätigt, dass in einer Zuweisung nicht behinderungsgerechter Arbeit sowie in einer Abmahnung wegen Ablehnung nicht behinderungsgerechter Arbeit eine Benachteiligung wegen Behinderung liegen kann. Die Darlegungs- und Beweislast, die dabei grundsätzlich von der Partei getragen wird, die die Entschädigungsleistung nach § 15 Abs 2 AGG begehrt, könne jedoch zum Nachteil des Arbeitgebers umgekehrt werden, wenn dieser gegen Verfahrens- und Förderpflichten zugunsten behinderter Beschäftigter verstoßen hat. Zu diesen Pflichten können nach der Ansicht des BAG sowohl die vorherige Anhörung der SBV nach § 178 Abs 2 SGB 9 als auch die Pflicht zur Bestellung eines Inklusionsbeauftragten nach § 181 SGB 9 gehören.


D: Konzepte und Politik


Brunke et al.: Beitrag D11-2025, 08.12.2025
Zugang zum Arbeitsmarkt durch inklusive Hochschulen – Tagungsbericht zur interdisziplinären Fachtagung am 11. September 2025 in Kassel

Die Autorinnen Astrid Brunke, Universität Kassel, und Livia Grupp, Nikola Hahn und Anne Taubert von der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) fassen in diesem Beitrag die Inhalte der Fachtagung „Zugang zum Arbeitsmarkt durch inklusive Hochschulen“ zusammen. Am 11. September 2025 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis in Kassel, um über Übergänge in die Hochschule und von der Hochschule in den Arbeitsmarkt bei Menschen mit Behinderungen zu diskutieren. In den Vorträgen und Diskussionsgruppen ging es auch um Fragen des Dualen Studiums, Hilfskrafttätigkeiten und Praxisphasen mit Behinderung sowie um Teilhabeleistungen, Assistenz und angemessene Vorkehrungen in der Hochschule. Der Beitrag berichtet über die dargestellten Perspektiven, Ergebnisse und Rückschlüsse für eine künftige Ausgestaltung inklusiver Hochschulbildung.


Lamb et al.: Beitrag D12-2025, 11.12.2025
Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber – (k)eine große Familie?

Dieser Beitrag stellt Ergebnisse des vom Inklusionsamt des Landschaftsverbands Rheinland (LVR-Inklusionsamt, kurz: LVR-InA) geförderten Projekts „Evaluation der Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber*innen, betrachtet als Soziale Innovation im Eco-System von Rehabilitationssystem und Arbeitsmarkt (EvaEfA)“ vor. Im Jahr 2022 wurden die „Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber“ (EAA; § 185a SGB IX) als neues Instrument im Kanon etablierter Instrumente zur Förderung der Teilhabe an Arbeit von Menschen mit Behinderungen mit dem Ziel implementiert, Arbeitgebende zur Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu beraten und dabei zu unterstützen. Dieser Implementations- und Verstetigungsprozess wird im EvaEfA-Projekt aus innovationstheoretischer Perspektive evaluiert. Um ihrem gesetzlichen Auftrag nachzukommen, müssen die EAA in ihren jeweiligen Regionen gut vernetzt sein (§ 185a SGB IX Absatz 4). Mit wem sich die EAA konkret vernetzen sollen, ist im Gesetz jedoch nicht geregelt. Netzwerkübergreifend konnten zwar fünf für die Arbeit der EAA besonders wichtige Akteure („die Big Five der EAA“) ermittelt werden. Es stellt sich jedoch die Frage, wie unterschiedlich oder wie ähnlich die EAA in verschiedenen Regionen bzw. Bundesländern arbeiten. Der Beitrag untersucht die Netzwerke (N = 10) acht weiterer EAA-Regionen außerhalb des Rheinlands. Nach einer Beschreibung der Netzwerkstrukturen werden mögliche Gründe für die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den EAA-Netzwerken verschiedener Regionen diskutiert.


Weitere Fachbeiträge finden Sie unter Fachbeiträge.

Infothek

Rechtsprechung:

11.12.2025:
Gehörlose Menschen haben auch im Alltag Anspruch auf Teilhabe

Verwaltung, Verbände, Organisationen:

12.12.2025:
Hilfsmittel leichter bekommen
11.12.2025:
Expertise zur inklusiven Berufsorientierung
10.12.2025:
Manual zur Gründungsberatung von Menschen mit (Schwer-)Behinderung
03.12.2025:
Im Podcast: Was kann das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz?
24.11.2025:
Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht neues Fachkonzept für Werkstätten
19.11.2025:
Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland gestartet

Politik:

28.11.2025:
EU will robuste aktualisierte Strategie für Menschen mit Behinderungen
21.11.2025:
Referentenentwurf zur BGG-Reform liegt vor
20.11.2025:
BMAS-Kampagne für mehr Barrierefreiheit

Internationales:

03.12.2025:
Konsultation zur EU-Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bis 2030

Daten, Fakten, Statistiken:

09.12.2025:
Aktion Mensch veröffentlicht „Inklusionsbarometer Arbeit 2025“

Sonstige Veröffentlichungen:

09.12.2025:
REHADAT-kompakt: Reha-Träger für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
01.12.2025:
Gutachten zur Beschäftigung von Angehörigen durch Leistungserbringer im Recht der Eingliederungshilfe

Weitere Nachrichten finden Sie in der Infothek.

Verschiedenes

Veranstaltungen


Bitte besuchen Sie für aktuelle Hinweise die Webseite des jeweiligen Veranstalters.

Das Abschluss-Symposium zum Projekt „Patient Journeys von Kindern mit chronischen Erkrankungen“ (PICAR) – Indikationsübergreifende Analyse und Empfehlungen für die integrierte Versorgung findet am 19. Januar 2026 in Berlin statt.
mehr

Die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e. V. lädt zur Online-Fachtagung Zukunft gestalten: Strategien für Teilhabe am Arbeitsleben ein. Der Termin: 27. und 28. Januar 2026.
mehr

Die 9. Internationale Konferenz Arbeit und Gesundheit findet am 29. und 30. Januar 2026 an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), Hochschule für Soziale Arbeit in Olten/CH zum Thema "transforming work" statt.
mehr

An Fach- und Führungskräfte in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) richtet sich das Web-Seminar Entgeltreform in Werkstätten. War da was? Aktueller Stand der Entgeltreform in WfbM am 5. Februar 2026. Veranstalter ist das Bildungsinstitut inForm der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. 
mehr

Die neuen Vertrauenspersonen gut an den Start bringen – Stärken und Potentiale dieser Rolle gut und wirksam nutzen heißt ein Seminar der 53° NORD Agentur und Verlag am 10. und 11. Februar 2026 in Kassel.
mehr

Der neue „You can!“ Fachkongress für Inklusion im Arbeitsleben findet vom 11. bis 13. März 2026 in Leipzig statt und adressiert zentrale Fragen rund um die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Veranstalter ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V. (BAG WfbM).
mehr

Das 35. Rehabilitationswissenschaftliche Kolloquium findet vom 24. bis 26. März 2026 ebenfalls in Leipzig statt. Es wird von der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) veranstaltet.
mehr

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation e. V. (BAG MoRe) lädt am 24. April 2026 zu dem praxisorientierten Seminar Wie gründet man eine Mobile Rehabilitation? nach Nürnberg ein.
mehr


Weitere Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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