Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Logo

Newsletter vom 27.07.2026 Logo Reha-Recht.de ist ein Angebot der DVfR

Liebe Leserinnen und Leser,

unsere nächste Online-Diskussion in Kooperation mit der Universität Kassel wird sich mit dem Hund als Helfer für Menschen mit Behinderungen befassen und startet am 23. Juni 2026 im Forum "Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht".

In den neuesten Fachbeiträgen geht es um
  • den verbesserten Zugang zu Hilfsmitteln bei komplexen Behinderungen bzw. die Änderung der Hilfsmittel-Richtlinie;
  • ein Urteil zur Bemessung des Grades der Behinderung bei Morbus Crohn;
  • die Bedeutung digitaler Barrierefreiheit in der Arbeitswelt sowohl für Menschen mit Behinderungen als auch für Arbeitgeber.

Alle aktuellen Fachbeiträge, Nachrichten sowie weitere Informationen lesen Sie im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht.

Ihr Team von Reha-Recht.de


Fachbeiträge

A: Sozialrecht


Carius, van Treeck: Beitrag A4-2026, 03.06.2026
Verbesserter Zugang zu Hilfsmitteln bei komplexen Behinderungen – Anspruch und Wirklichkeit – Teil I: Die Änderung der Hilfsmittel-Richtlinie

Für den Zugang zur Hilfsmittelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Hilfsmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von großer Bedeutung. Sie konkretisiert für diesen Bereich die Verordnungsvoraussetzungen und -inhalte und ist für die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte sowie Leistungserbringer verbindlich. Im April 2023 hatte der G-BA begonnen, die Hilfsmittel-Richtlinie zu überprüfen, um vor allem die Verordnungsprozesse für Kinder und Jugendliche mit komplexen Behinderungen zu verbessern. Inzwischen hat er Änderungen in der Richtlinie im Hinblick auf Versicherte jeder Altersgruppe beschlossen, die im Mai 2025 in Kraft getreten sind. In diesem zweiteiligen Beitrag stellen Dr. Sandra Carius (Referentin in der Geschäftsstelle des G-BA) und Dr. Bernhard van Treeck (unparteiisches Mitglied des G-BA) einige dieser Regelungen und ihre Hintergründe vor. Sie nehmen dabei auch die Schnittstelle zur Long-COVID-Richtlinie des G-BA in den Blick (Teil I des Beitrags).


Carius, van Treeck: Beitrag A5-2026, 08.06.2026
Verbesserter Zugang zu Hilfsmitteln bei komplexen Behinderungen – Anspruch und Wirklichkeit – Teil II: Die Änderungen durch das GVSG und ihre Umsetzung

In diesem Beitragsteil gehen Dr. Sandra Carius (Referentin in der Geschäftsstelle des G-BA) und Dr. Bernhard van Treeck (unparteiisches Mitglied des G-BA) auf § 33 Absatz 5c SGB V ein, der mit dem Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG) von Februar 2025 in das Hilfsmittelrecht der GKV aufgenommen wurde und dessen praktische Umsetzung Schwierigkeiten bereitet. Der vorliegende Text basiert auf einen im Herbst 2025 veröffentlichten Artikel (siehe RP Reha 4/2025) und berücksichtigt die inzwischen eingetretenen Veränderungen.


C: Sozialmedizin und Begutachtung


Brunke: Beitrag C1-2026, 19.05.2026
Bemessung des Grades der Behinderung bei erheblichen Einschränkungen durch Morbus Crohn – Anmerkung zum Urteil des LSG Niedersachsen-Bremen vom 26. November 2025 – L 5 SB 25/21

Die Autorin Astrid Brunke bespricht in dem vorliegenden Beitrag das Urteil des LSG Niedersachsen-Bremen vom 26. November 2025 – L 5 SB 25/21. Die Entscheidung befasst sich mit der Bemessung des Grades der Behinderung (GdB) bei erheblichen Einschränkungen durch Morbus Crohn. Im Streit stand insbesondere die Frage, inwieweit neben den funktionalen Beeinträchtigungen auch ein krankheitsbedingt erheblicher Pflegeaufwand bei der GdB-Bewertung zu berücksichtigen ist.


D: Konzepte und Politik


Seichter: Beitrag D5-2026, 27.05.2026
Warum digitale Barrierefreiheit Arbeitgebenden wie Arbeitnehmenden nutzt – Ergebnisse des IW-Reports 60-2025

Die Autorin Hannah Milena Seichter (Institut der Deutschen Wirtschaft Köln) untersucht in diesem Beitrag auf Basis des IW-Reports 60-2025, wie Beschäftigte digitale Barrieren im Arbeitsalltag wahrnehmen, welche Bedeutung sie digitaler Barrierefreiheit beimessen und welche Schlussfolgerungen sich daraus für Unternehmen ergeben. Dabei wird insbesondere analysiert, wie verbreitet digitale Barrieren sind, welche Personengruppen besonders betroffen sind und welche Faktoren die Bewertung digitaler Barrierefreiheit beeinflussen. Überraschenderweise identifizieren jüngere Beschäftigte (18–29 Jahre) signifikant häufiger Barrieren und messen deren Abbau eine höhere Relevanz bei als ältere Kolleginnen und Kollegen. In der Gruppe der Menschen mit Behinderung ist das Bewusstsein für digitale Barrierefreiheit zudem (erwartbar) besonders stark ausgeprägt. Seichter kommt zu dem Schluss, dass digitale Barrierefreiheit als Schlüsselressource für Teilhabe, Gesundheit und Fachkräftesicherung gesehen werden sollte und Beschäftigte mit und ohne Behinderung gleichermaßen betrifft.


E: Recht der Dienste und Einrichtungen


Welti: Beitrag E2-2026, 09.06.2026
Die Aufnahme in eine Reha-Klinik und das zivilrechtliche Benachteiligungsverbot wegen einer Behinderung (§ 19 AGG) – Anmerkung zum BGH, Urteil vom 21. Mai 2026, Az. III ZR 56/25

Der Bundesgerichtshof (BGH) verkündete am 21. Mai 2026 sein Urteil zu der Frage, ob die blinde Klägerin gegenüber der beklagten Rehabilitationseinrichtung einen Entschädigungsanspruch nach § 21 Abs. 2 AGG hatte, weil ihr die Aufnahme in die Rehabilitationseinrichtung versagt wurde. Die Klägerin sah darin einen Verstoß gegen das zivilrechtliche Benachteiligungsverbot des § 19 AGG. Die Beklagte rechtfertigte die Abweisung der blinden Rehabilitandin mit einem nicht abdeckbaren Hilfebedarf. Der BGH hielt die Revision der Klägerin für unbegründet, da das Benachteiligungsverbot nicht verletzt worden sei.
Prof. Dr. Felix Welti (Universität Kassel) setzt sich in diesem Beitrag mit den Erwägungen des BGH und der Vorinstanzen kritisch auseinander, weist dabei auf Lücken in der Deutung des Sachverhalts sowie der Abstimmung von Zivil- und Sozialrecht hin und befasst sich mit den Auswirkungen der UN-BRK und des verfassungsrechtlichen Benachteiligungsverbots von Menschen mit Behinderungen (Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG).


Weitere Fachbeiträge finden Sie unter Fachbeiträge.

Infothek

Rechtsprechung:

27.05.2026:
BGH: Kein Anspruch auf Entschädigung für blinde Rehabilitandin

Verwaltung, Verbände, Organisationen:

15.06.2026:
Empfehlungspapier zur Eingliederungshilfe und Vorschläge zur Reform des Sozialstaats veröffentlicht
10.06.2026:
Neue Rubrik „Peer to Peer und Arbeitswelt“ bei REHADAT-Forschung
03.06.2026:
Inkontinenzversorgung: Rechtsratgeber des bvkm
03.06.2026:
Studie des DIMR beurteilt AfD als Gefahr für Menschen mit Behinderungen
27.05.2026:
Leitfaden für Verwaltungen: Teilhabe von Menschen mit Behinderungen verbessern
18.05.2026:
AWO-Leitfaden: Zugang zum Recht für Menschen mit Fluchterfahrung und Behinderung

Sonstige Veröffentlichungen:


02.06.2026:
Fachtagung: Inklusion besonders vulnerabler Beschäftigungsgruppen – Veranstaltungsbericht
27.05.2026:
Umfrage zur digitalen Teilhabe von Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf
26.05.2026:
Tagungsband: Umsetzung der UN-BRK in den DACH-Staaten und Taiwan

Weitere Nachrichten finden Sie in der Infothek.

Verschiedenes

Veranstaltungen


Bitte besuchen Sie für aktuelle Hinweise die Webseite des jeweiligen Veranstalters.

Zur Schnupper-Uni „Studieren mit Behinderung/chronischer Erkrankung“ lädt der Bereich Behinderung und Studium der Technischen Universität Dortmund vom 23. bis 25. Juni 2026 ein.
mehr

Zurück in den Job mit BEM & Stufenweiser Wiedereingliederung heißt eine Online-Veranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR) am 24. Juni 2026.
mehr

Auch die Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) befasst sich am 24. Juni 2026 online mit Return to work: Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
mehr

Am 2. Juli 2026 findet die Auftaktveranstaltung der Aktion Psychisch Kranke zu ihrem Projekt „Teilhabeforum – Teilhabe von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen“ in Berlin statt.
mehr

Bei den Inklusionstagen 2026 öffnet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 6. und 7. Juli 2026 seine Türen für Besucherinnen und Besucher (sowie zusätzlich digital). Das diesjährige Thema lautet "Arbeit und Ausbildung für junge Menschen mit Behinderungen - barrierefrei - selbstbestimmt - zeitgemäß".
mehr

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR) informiert am 8. und 9. September 2026 in Fulda zum Thema Rehabilitation und Teilhabe – Grundlagen I. Dabei geht es neben den einzelnen Leistungsgesetzen der Reha-Träger auch um digitale Praxistools.
mehr

Der 4. Kongress der Teilhabeforschung findet unter dem Titel "20 Jahre UN-BRK – Herausforderungen für eine gleichberechtigte Teilhabe auf lokaler Ebene weltweit" am 10. und 11. September 2026 in Siegen statt. Veranstalter sind das Aktionsbündnis Teilhabeforschung und die Universität Siegen.
mehr

Save the Date! Die Fachveranstaltung Inklusive Bildung gestalten: Professionen im Dialog findet am 16. November 2026 online statt. Veranstalter sind die DVfR und der Verband Sonderpädagogik e. V. (vds).
mehr

Schon jetzt vormerken: Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED), der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke, der Bundesverband Geriatrie und die DVfR veranstalten auch 2026 wieder den REHA-Rechtstag. Der Termin: 30. November 2026 in Frankfurt am Main
mehr


Weitere Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Sie sind mit folgender E-Mail-Adresse zum Abonnement eingetragen: unknown@noemail.com

Wenn Sie das Abonnement abbestellen möchten klicken Sie bitte hier

 

DVfR
Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V.
Maaßstraße 26
69123 Heidelberg
Telefon: 06221 / 187 901-0
E-Mail: info@reha-recht.de
Internet: www.dvfr.de
Verantwortlich für den Inhalt nach § 18 MStV
Sylvia Kurth 

Amtsgericht: Köln
VR: 7144