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Newsletter vom 19.09.2026 Logo Reha-Recht.de ist ein Angebot der DVfR
Liebe Leserinnen und Leser,

erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Praktikum?

Ein frisch entwickeltes Erklärvideo des Zentrums für Sozialforschung Halle richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen und informiert in leicht verständlicher Sprache und wahlweise mit Audiodeskription, Utertitelung oder in Gebärdensprache über das Schülerpraktikum.

Szene aus dem Erklärvideo "Das Schülerpraktikum". 1. Bild: Schüler mit Fachkraft in Werkstatt. 2. Bild: Schüler arbeitet mit Werkzeug.
Klicken Sie hier: Zu den Erklärvideos auf der Seite "Medien"

In den neuesten Fachbeiträgen geht es um
  • Mobilitätstraining als Bestandteil der Hilfsmittelversorgung;
  • den Schutz vor Diskriminierung von Eltern behinderter Kinder;
  • die Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen;
  • förderliche Faktoren und Barrieren bei der Beantragung einer Kinder-Reha durch Eltern mit Migrationsgeschichte:
  • eine Fachtagung zum SGB XIV;
  • Zugang zur Justiz über eine Videoverhandlung.

Alle aktuellen Fachbeiträge, Nachrichten sowie weitere Informationen lesen Sie im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht.

Ihr Team von Reha-Recht.de


Fachbeiträge

A: Sozialrecht


Bungter, Anneken, Rabert: Beitrag A7-2026, 20.07.2026
Das Recht auf Mobilität endet nicht mit der Hilfsmittelauslieferung – Teil I: Erkenntnisse zum Mobilitätstraining im bundesweiten Projekt RollstuhlMobilität Wohnortnah (RoMoWo)

Im Mittelpunkt der Hilfsmittelversorgung steht häufig die Auseinandersetzung um das im Einzelfall erforderliche Hilfsmittel. Dieser zweiteilige Beitrag befasst sich hingegen mit der nachfolgenden Fragestellung, ob und inwieweit die Leistungsberechtigten nach Auslieferung eines Hilfsmittels, ein Training oder eine Schulung im Umgang mit dem Hilfsmittel beanspruchen können. In Teil I des Beitrags stellen Tanja Bungter, Dr. Volker Anneken (Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport) und Stefanie Rabert (Deutscher Rollstuhl-Sportverband e.V.) das Projekt RollstuhlMobilität Wohnortnah (RoMoWo) vor, bei dem ein wissenschaftlich evaluiertes Gruppentraining für Nutzerinnen und Nutzer manueller Rollstühle bundesweit flächendeckend und standardisiert bereitgestellt werden soll. Dabei gehen sie auf den Inhalt und Aufbau des Gruppentrainings, die Anforderungen an die Trainerinnen und Trainer, die Zielgruppe und eine zuvor durchgeführte Wirksamkeitsstudie ein. Die Bedeutung eines Rollstuhl-Mobilitätstrainings wird durch internationale Studienergebnisse belegt und Maßnahmen zur Qualitätssicherung aufgezeigt.


Dittmann: Beitrag A8-2026, 21.07.2026
Das Recht auf Mobilität endet nicht mit der Hilfsmittelauslieferung – Teil II: Mobilitätstrainings und der Anspruch auf Ausbildung im Gebrauch eines Hilfsmittels

Im Mittelpunkt der Hilfsmittelversorgung steht häufig die Auseinandersetzung um das im Einzelfall erforderliche Hilfsmittel. Dieser zweiteilige Beitrag befasst sich hingegen mit der nachfolgenden Fragestellung, ob und inwieweit die Leistungsberechtigten nach Auslieferung eines Hilfsmittels, ein Training oder eine Schulung im Umgang mit dem Hilfsmittel beanspruchen können. In Teil I des Beitrags stellen Tanja Bungter, Dr. Volker Anneken (Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport) und Stefanie Rabert (Deutscher Rollstuhl-Sportverband e.V.) das Projekt RollstuhlMobilität Wohnortnah (RoMoWo) vor, bei dem ein wissenschaftlich evaluiertes Gruppentraining für Nutzerinnen und Nutzer manueller Rollstühle bundesweit flächendeckend und standardisiert bereitgestellt werden soll.


B: Arbeitsrecht


Rabe-Rosendahl, Nebe: Beitrag B2-2026, 03.08.2026
Diskriminierung am Arbeitsplatz: Der Schutz der Rechte behinderter Menschen vor mittelbarer Diskriminierung erstreckt sich auf Eltern behinderter Kinder

Dr. Cathleen Rabe-Rosendahl, LL.M. (Nottingham), Justiziarin und Prof. Dr. Katja Nebe (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) besprechen in diesem Beitrag das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 11. September 2025, Rs. C-38/24 - Bervidi. Das Urteil festigte die Rechtsprechung des EuGH zum Schutz vor mittelbarer Diskriminierung von Eltern von behinderten Kindern im Beruf. Im Fall hatte eine Stationsaufsicht in Italien wiederholt gefordert, einen Arbeitsplatz mit festen Arbeitszeiten zugewiesen zu bekommen, um ihren schwerbehinderten Sohn versorgen zu können. Der Arbeitgeber hatte nur vorübergehende Anpassungen gewährt und eine dauerhafte Lösung abgelehnt. Der EuGH stellte klar, dass der Schutz vor mittelbarer Diskriminierung wegen einer Behinderung auch für nicht behinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wenn sie ein behindertes Kind betreuen, gilt und Arbeitgeber auch für sie angemessene Vorkehrungen treffen müssen – es sei denn, diese stellen eine unverhältnismäßige Belastung dar. Die Autorinnen ordnen die Entscheidung ein und zeigen die sich daraus ergebenden Konsequenzen für das nationale Arbeitsrecht auf. 


D: Konzepte und Politik


Bühne, Banaschak, Bethge: Beitrag D6-2026, 15.07.2026
Förderliche Faktoren und Barrieren für Eltern mit Migrationsbiografie bei der Beantragung einer medizinischen Rehabilitation für Kinder und Jugendliche

Anna-Lena Bühne (geb. Baasner), Hannes Banaschak und Prof. Dr. Matthias Bethge (Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Universität zu Lübeck) stellen die Forschungsergebnisse einer von 2019–2021 qualitativ durchgeführten Studie vor. Ziel der Studie war es, förderliche Faktoren, aber auch Barrieren zu identifizieren, die bei der Beantragung einer (medizinischen) Rehabilitation für Kinder und Jugendliche von Eltern mit Migrationshintergrund wahrgenommen werden. Dazu wurden vier leitfadengestützte Interviews qualitativ ausgewertet. Insbesondere sprachliche Barrieren, aber auch mangelnde Kenntnis über die Möglichkeit zur Kinder- und Jugendrehabilitation stellten die größten Hürden dar. Eine aktive Unterstützung durch die beteiligten Akteurinnen und Akteure (insb. Ärztinnen und Ärzte und Leistungsträger) erwies sich dagegen als positiver Faktor. 


Bodendorf et al.: Beitrag D7-2026, 23.07.2026
Erste praktische Erfahrungen mit dem SGB XIV – Ein Tagungsbericht zur gleichnamigen Fachtagung am 10. Juni 2026 in Magdeburg

Kai Bodendorf (Zentrum für Sozialforschung Halle e.V.), Berit Dose, Franz Kluge und Prof. Dr. Katja Nebe (alle Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) berichten über die kürzlich durchgeführte Tagung "Erste praktische Erfahrungen mit dem SGB XIV" vom 10. Juni 2026 in Magdeburg. Der Bericht gibt einen Überblick über die gehaltenen Vorträge. Verschiedene Akteurinnen und Akteure, die an der Umsetzung des SGB XIV im Kontext des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt 2024 beteiligt waren bzw. sind, teilten ihre Perspektiven und Erfahrungen.


Trienekens: Beitrag D8-2026, 27.07.2026
Die Videoverhandlung als Instrument gleichberechtigter Teilhabe für schwerbehinderte und reiseunfähige Menschen am gerichtlichen Verfahren – Anmerkung zu VerfGH Baden-Württemberg, Beschluss v. 8. Dezember 2025 – 1 VB 64/25

Der Autor Jan Trienekens (Universität Kassel) bespricht in diesem Beitrag die Entscheidung des VerfGH Baden-Württemberg vom 08.12.2025 (Az. 1 VB 64/25). Die Entscheidung hat neben prozessrechtlichen Fragen die Teilnahme an einer mündlichen Gerichtsverhandlung per Bild- und Tonübertragung zum Gegenstand und betrifft die Frage, welche Anforderungen sich aus dem verfassungsrechtlichen Benachteiligungsverbot wegen einer Behinderung gemäß Art. 3 Abs. 3 S. 2 GG, aus Art. 2b BWVerf sowie aus dem Recht auf gleichberechtigte Teilhabe und dem Recht auf gleichen Zugang zur Justiz von Menschen mit Behinderungen gemäß Art. 13 Abs. 1 UN-BRK für die gerichtliche Verfahrensgestaltung ergeben.


Specht: Beitrag D9-2026, 13.08.2026
Interdisziplinäre Fachtagung „Inklusion besonders vulnerabler Beschäftigungsgruppen“ – Tagungsbericht speziell zum Forum über die „Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen“

Am 21. Mai 2026 veranstaltete die DVfR in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und dem Zentrum für Sozialforschung Halle (ZSH) in Halle an der Saale die interdisziplinäre Fachtagung „Inklusion besonders vulnerabler Beschäftigungsgruppen“. Vanessa Specht (MLU) fasst in diesem Tagungsbericht die Beiträge und Diskussionen des Forums zur Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen zusammen. Im Fokus standen die personenzentrierte berufliche Rehabilitation und die berufliche Ausbildung junger Menschen mir psychischen Erkrankungen. Diskutiert wurden insbesondere die Defizite bei der Umsetzung der rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten für Auszubildende mit psychischen Beeinträchtigungen sowie Förderfaktoren für eine nachhaltige berufliche Teilhabe.


Weitere Fachbeiträge finden Sie unter Fachbeiträge.

Infothek

Rechtsprechung:

10.08.2026:
Bundesverfassungsgericht entscheidet zum Persönlichen Budget: Fachgerichtliche Sachaufklärung zum Umfang erforderlich

Verwaltung, Verbände, Organisationen:

14.08.2026:
Bundesweite Studie zu Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Zugehörigkeit in der Pflege
12.08.2026:
Neue tarifliche Eingruppierung für Fachpraktiker-Abschlüsse beim Bund
06.08.2026:
Barrieren zur Teilhabe an inklusiver Bildung überwinden – Stellungnahme des DIMR an das Verwaltungsgericht Berlin
30.07.2026:
Begleitete Elternschaft: Infos für Fachkräfte und Eltern mit Behinderungen
24.07.2026:
Evaluation des Projekts „Mein Recht auf Teilhabe – Empowerment im Gesamtplanverfahren“
24.07.2026:
15 Minuten für die Barrierefreiheit
23.07.2026:
REHADAT-kompakt: Jubiläumsausgabe zum BEM
21.07.2026:
Inklusion und Diversität in Freiwilligendiensten

Daten, Fakten, Statistiken:

04.08.2026:
Aktion-Mensch-Studie: Digitale Teilhabe und Künstliche Intelligenz
28.07.2026:
Trotz Anstieg der Beschäftigung: Arbeitslosenquote schwerbehinderter Menschen bleibt hoch

Sonstige Veröffentlichungen:

14.08.2026:
Bundesgesundheitsblatt mit Schwerpunkt „Behinderung und gesellschaftliche Teilhabe“
11.08.2026:
Erklärvideo: Das Schülerpraktikum – mit Audiodeskription oder Gebärdensprache

Weitere Nachrichten finden Sie in der Infothek.

Verschiedenes

Veranstaltungen


Bitte besuchen Sie für aktuelle Hinweise die Webseite des jeweiligen Veranstalters.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR) informiert am 8. und 9. September 2026 in Fulda zum Thema Rehabilitation und Teilhabe – Grundlagen I. Dabei geht es neben den einzelnen Leistungsgesetzen der Reha-Träger auch um digitale Praxistools.
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Der 4. Kongress der Teilhabeforschung findet unter dem Titel "20 Jahre UN-BRK – Herausforderungen für eine gleichberechtigte Teilhabe auf lokaler Ebene weltweit" am 10. und 11. September 2026 in Siegen statt. Veranstalter sind das Aktionsbündnis Teilhabeforschung und die Universität Siegen.
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Das 5. Forschungssymposium der Fürst Donnersmarck-Stiftung widmet sich am 17. und 18. September 2026 in Berlin dem Thema „Künstliche Intelligenz in der Neurorehabilitation“
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Eine Einführung in die ICF mit theoretischen Grundlagen der Klassifikation und ihrer Bedeutung für die Bedarfsermittlung bietet die Cooperative Mensch am 16. Oktober 2026 als digitale Veranstaltung an.
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25 Jahre Persönliches Budget: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit heißt eine Veranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft Persönliches Budget am 5. und 6. November 2026 in Berlin.
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Zum Seminar „Wie gründet man eine Mobile Rehabilitation?“ am 6. November 2026 in Kassel laden die Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation e. V. (BAG MoRe) und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e. V. ein.
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Jetzt anmelden: Die Fachveranstaltung Inklusive Bildung gestalten: Professionen im Dialog findet am 16. November 2026 online statt. Veranstalter sind die DVfR und der Verband Sonderpädagogik e. V. (vds).
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Online findet am 19. und 20. November 2026 die ICF Anwenderkonferenz für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt. Veranstalter sind die Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e. V. (DGRW), das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und die Arbeitsgemeinschaft ICF-CY.
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Um die Inklusion im Hochschulbereich – Recht auf Teilhabe umsetzen geht es am 24. und 25. November 2026 in Berlin bei der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS).
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Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED), der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke, der Bundesverband Geriatrie und die DVfR veranstalten auch 2026 wieder den REHA-Rechtstag. Am 30. November 2026 wird es in Frankfurt am Main u. a. um Barrierefreiheit gehen. Eine Anmeldung ist bereits möglich.
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Weitere Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Sie sind mit folgender E-Mail-Adresse zum Abonnement eingetragen: unknown@noemail.com

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VR: 7144